Selbstinsemination

Anti Müller Hormon
Nachfolgend eine Mail, die ich von einem User aus Bayern erhalten habe zum Thema Anti Müller Hormon. Sehr Interessant zu lesen - sehr hilfreich.
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Hallo lieber Joachim,
vielen Dank für den Newsletter. ich fand diesen sehr informativ und finde es wirklich klasse, dass Sie immer versuchen gute Tipps zu geben. Ich hätte aber ein paar Anmerkungen dazu.
Bin 29 Jahre alt und in der 22 Woche mit Zwillingen schwanger. Bevor ich zum Spermaspender-Forum kam, hab ich die ganze Palette in den Kinderwunschkliniken durchgemacht und denke, dass ich deshalb ein paar Infos dazu geben kann.
Anti-Müller-Hormon ist noch lange nicht so erforscht, wie es die Kinderwunschkliniken immer darstellen. Ich habe diesen Wert vor 2 Jahren machen lassen und er war bei 0,3 - was soviel bedeutet wie Menopause. Die Ärzte haben mich daraufhin total verrückt gemacht, dass ich sofort weiter machen muss und keinen Monat ohne künstliche Befruchtung vergehen lassen darf. Laut Ärzten ist der AMH ja ein total deutlicher Wert, welcher nicht nach oben hin abänderbar ist und genau angibt, wann es mit der Fruchtbarkeit vorbei ist....
Ich habe mich sehr genau mit diesem Thema befasst und weiß heute, dass dieser Wert sehr wohl schwanken kann - ebenfalls macht es einen großen Unterschied, wann die Bestimmung des Werte nach der Blutabnahme war - in den meisten Kliniken wird der Wert nur 1 x pro Woche bestimmt, obwohl täglich Frauen sich für diesen Wert Blut abnehmen lassen!
Mir ging es nach der Info der Klinik, dass mein Wert so niedrig ist sehr schlecht und ich hatte irgendwie erstmal alles aufgegeben. Und nun 2 Jahre später bin ich ohne Hormone mit Zwillingen schwanger geworden. Also kann der Wert damals gar nicht so schlecht gewesen sein. Ich finde den Tipp, dass es ein Anti-Müller-Hormon gibt sehr gut, jedoch sollte im Newsletter auch dabei stehen, dass ein schlechter Wert nicht unbedingt aussagt, dass es keine Chancen mehr auf ein Baby gibt! Die Ärzte vermitteln einem das nämlich leider so. Für eine Frau ist ein schlechter Wert sonst eine wahnsinnige psychische Belastung.
Auch zum Clomifen und den FSH-Spritzen hab ich eine Anmerkung. Im Newsletter steht "sanft mit Clomifen oder aggressiv mit Spritzen" - leider ist die Wahrheit, dass die FSH-Spritzen nicht so schlimme Nebenwirkungen haben wie das Clomifen! Clomifen ist lediglich günstiger und einfacher zum Handhaben.
Hier ist ein Auszug aus einem Leitfaden für Ärzte und Apotheker:
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Quelle:„Arzneimittel in der Schwangerschaft und Stillzeit“Ein Leitfaden für Ärzte und Apotheker" Ein Leitfaden für Ärzte und Apotheker, Kleinebrecht – Fränz - Windorfer5. Auflage (1999) Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH Stuttgart
(Seite 108) „Clomifen"
ist in den Verdacht geraten, Neuralrohrdefekte (Anmerkung: Neuralrohr = Nervenbahn) zu verursachen. In vielen Untersuchungen, die mittlerweile einige tausend Schwangerschaften umfassen, konnte dieser Verdacht letztendlich nicht bestätigt werden. "Eine erneute Beurteilung dieser Studien ergab einen Risikofaktor nahe 1 (= 100 %, meine Anmerkung) für Neuralrohrdefekte. Es muß im übrigen bedacht werden, daß Clomifen zur Induktion der Ovulation eingesetzt wird. Die Frauen sind somit eine Risikogruppe. Es könnten also andere Faktoren in den verschiedenen Studien Ursache oder Mitursache der beobachteten Neuralrohrdefekte gewesen sein. Dies gilt auch für Herzgefäßmißbildungen, über die ebenfalls in kleinen Studien berichtet wurde.
Clomifen verursacht in Tierversuchen in Maus, Ratte und Affe Teratogenität Anmerkung: Teratogenität = Mißbildung). Bei einigen Rattenstämmen und bei Affen wurde Urogenitalfehlbildungen beobachtet.
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Im übrigen wird auch immer wieder vom Zusammenhang von Eierstockkrebs und Clomifen berichtet.
Es gibt homöopathische Alternativen, für Frauen, die diese Risiken nicht eingehen wollen - z.B. Ovaria Comp. wird oft statt Clomifen benutzt. Der Frauenmantelkrauttee statt Utrogest (wobei Utrogest meist keine großen Nebenwirkungen außer gelegentliches Unwohlsein hat). Utrogestan ist verschreibungspflichtig, den Frauenmanteltee (ca. 3 €) kann man sich aber jederzeit ohne Rezept in der Apotheke holen, genauso wie Ovaria Comp. (ca. 10 €).
Vielleicht wäre das ja eine Idee für den nächsten Newsletter:
Es gibt ein sehr schönes Buch von Birgit Zart "Gelassen durch die Kinderwunschzeit" - dieses hat mir und einigen meiner Freundinnen schon sehr geholfen.
Viele Grüße aus Bayern
Manu
Weitere Informationen zum Anti Müller Hormon finden Sie hier: klick
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