Spermien auf dem Weg zum Ei

Spermien auf dem Weg zum Ei

Immer wieder werde ich gefragt, wann der beste Zeitpunkt für eine Insemination ist. Ich möchte Ihnen im nachfolgenden einige hilfreiche Tipps geben - Ihnen vor allem aber erklären was denn bei einer Befruchtung passiert. Aus meinen Aufzeichnungen / Erklärungen werden Sie leicht erkennen können, wann der richtige Zeitpunkt für eine Insemination ist bzw. was sich die Natur bei all dem gedacht hat.

 

/media/Fotolia_17427901_L.jpgUm es vorauszuschicken: Sie sollten sich nach Möglichkeit bei Ihren Frauenarzt untersuchen lassen um eventuelle Störfaktoren auszuschließen. Hierzu aber später mehr.

Eine Frau ist nur wenige Tage im Monat fruchtbar. Das ist die Zeit von ca. 2-3 Tage vor dem Eisprung. Was aber passiert denn genau?

Zunächst überzieht sich der Muttermund mit dem sogenannten Zervixschleim. Der Zervixschleim soll verhindern, dass  "schlechte", "langsame" oder "unbewegliche" auf den Weg zum Ei machen. Ihnen wird hier schon der Weg versperrt und das Durchkommen nicht ermöglicht.

 

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Erste Zyklushälfte (ca. 1.–14. Tag)

Das Hormon FSH sorgt dafür, dass ein Eibläschen heranwächsen in denen vermehrt Östrogene gebildet werden.

Diese Östrogene bauen die Gebärmutterschleimhaut auf und öffnen den Gebärmutterhals (Cervix) um einige Millimeter. Außerdem wird die Schleimproduktion angeregt, die später den Gebärmutterhals überzieht (Zervixschleim).

 

 

 

 

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2-3 Tage vor dem Eisprung 

2-3 Tage vor dem Eisprung sollte die Befruchtung / Insemination stattfinden um den Spermien ausreichend Zeit zu geben sich auf den Weg durch die Gebarmutterhöhle und Teile des Eileiters zu machen um dort auf das befruchtungsfähige Ei zu warten.

 

 

 

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Zyklusmitte (ca. 14.–16. Tag)

Ein rascher Anstieg des LH-Hormons löst am nächsten Tag den Eisprung (Ovulation) aus. Der Follikel platzt und die jetzt befruchtungsfähige Eizelle wird vom Eileiter aufgenommen.

Aus den Resten des zurückbleibenden Follikels entsteht der Gelbkörper, der das Gelbkörperhormon Progesteron herstellt. Progesteron bereitet die Schleimhaut der Gebärmutter auf die Einnistung der befruchteten Eizelle vor und ist gleichzeitig verantwortlich für den Erhalt der Schwangerschaft.

Die Befruchtung

Die Eizelle kann nun im Eileiter befruchtet werden.

Voraussetzung dafür sind befruchtungsfähige Samenzellen (Spermien), die zuerst durch die Schleimbarriere des Gebärmutterhalses, dann durch die Gebärmutterhöhle und schließlich durch einen Teil des Eileiters gelangen müssen, bis eines der Spermien in die Eizelle eindringen kann.

Die Spermien müssen dazu in ausreichender Zahl und mit guter Beweglichkeit und Form vorliegen.

Der Eisprung findet statt und die Spermien, die schon am Ort des Geschehens sind "fallen über das Ei her", dringen in den Zellkern ein und befruchten das Ei. Das Ei wandert die Eileiter entlang zur Gebärmutterhöhle und teilt sich auf dem Weg bereits. Das befruchtete Ei setzt sich an der Gebärmutterschleimhaut fest. Sie sind schwanger.

 

Warum sollte jetzt also die Befruchtung ca. 2-3 Tage vor dem Eisprung stattfinden und welche Optimierungsmöglichkeiten gibt es und wie läuft die Befruchtung ab?

Samenzellen (über)leben im Genitaltrakt der Frau bis zu 7 Tage - ein gesprungenes Ei hingegen nur ca. 24 Stunden. Deshalb müssen die Spermien schon vor Ort sein, wenn das Ei springt, da ansonsten die Gefahr besteht, dass die Spermien schlicht und einfach zu spät kommen.

Ablauf einer Befruchtung ausgehend von Geschlechtsverkehr (Bechermethode ist analog):
Mit dem Samenerguss eines Mannes wird Sperma in den Genitaltrakt der Frau eingebracht. Sperma besteht aus einer "Trägerflüssigkeit", die beim Mann in der Prostata gebildet wird und den eigentlichen Samenzellen.

Die Samenzellen leben solange, bis Sie "austrocknen" bzw. bis die Samenzellen vor Erschöpfung sterben. Sie können das mit einem Goldfisch im Glas vergleichen. Dieser lebt solange, bis Sie das Wasser, in dem der Goldfisch schwimmt, auskippen oder Ihm nichts mehr zu essen geben bzw. wenn Sie den armen Goldfisch den Rhein hinaufschwimmen lassen, dann wird dieser vor Erschöpfung sterben. Genauso geht es den kleinen Spermien, wenn diese sich auf den Weg machen sollen. Nur die Stärksten werden das schaffen.

Wenn der Samenerguss (Sperma) in der Scheide ist machen sich die kleinen Spermien auf den Weg zum Muttermund. Dafür haben die Spermien so ca. 20-30 Minuten Zeit. Danach sind diese am Ende und sterben aufgrund des langen, anstrengenden Weges an Erschöpfung. Diejenigen, die es geschafft haben den Muttermund zu erreichen werden allerdings ziemlich überrascht sein - denn Ihnen wird ersteinmal der Weg zum Ei durch den Zervixschleim versperrt.

Der Zervixschleim hat den Muttermund überzogen und verhindert, dass schwache Spermien den Weg zum Ei antreten. Da die Spermien ja schon gut und gerne 20 Minuten unterwegs waren sind jetzt die "Marathonläufer" gefragt den Zervixschleim zu überwinden. Alle Anderen werden an Erschöpfung sterben (sorry für diese traurige Geschichte - aber so ist es).

Die Spermien, die es geschafft haben den Zervixschleim zu überwinden machen sich durch die Eileiter auf den Weg zum Ei. Da die Spermien bis zu 7 Tage überleben warten Sie dort dann ganz gemütlich, bis das Ei springt und "fallen" dann darüber her. Deshalb ist es auch so wichtig, dass die Befruchtung / Insemination ca. 2-3 Tage vor dem Eisprung stattfindet. Damit haben die Spermien genügend Zeit sich auf den Weg zum Ei zu machen und verpassen so auch nicht den Eisprung.

Nun kommt also das Ei, ein Spermium dringt in den Zellkern ein, die Zellteilung beginnt und das befruchtete Ei setzt sich an der Gebärmutterschleimhaut fest - Sie sind schwanger !

Optimierungsmöglichketen um schneller schwanger zu werden finden Sie hier: klick

 

Bildnachweis: © fotomontage @ fotolia.com

 

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Erstellt am: 29.09.2010 08:03:06 Admin
Zuletzt geändert am: 21.10.2010 17:17:10
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